Der Eventüberblick für Österreich: Termine, Kosten und Anreise

Von der Seebühne in Bregenz bis zum Dorffest im Mühlviertel: Österreichs Veranstaltungslandschaft ist erstaunlich breit. Das macht die Auswahl reizvoll und die Planung manchmal unübersichtlich.

Die vier Jahreszeiten und ihre Termine

Grob geteilt hat das Jahr vier Schwerpunkte: die Ballsaison von Jänner bis Feber, die Frühlings- und Stadtfeste ab April, der Festivalsommer von Juni bis September und die Adventzeit ab Ende November.

Im November ist es am ruhigsten. Wer Ruhe sucht und trotzdem Kulturprogramm möchte, findet in diesem Monat die besten Bedingungen.

Neun Bundesländer, neun Schwerpunkte

Kärnten und das Burgenland setzen stärker auf Seen und Freiluftveranstaltungen im Sommer. Im Burgenland kommen Weinfeste und Opernaufführungen im Steinbruch dazu.

Niederösterreich ist flächenmäßig groß und entsprechend verstreut. Hier lohnt es sich besonders, vorab nach Terminen in der konkreten Region zu suchen.

VeranstaltungstypEintrittPlanungsaufwand
Großfestival meist dreistellig hoch, Monate im Voraus
Festspiele stark gestaffelt hoch, Karten früh vergriffen
Stadtfest frei gering
Adventmarkt frei gering

Tickets ohne Ärger kaufen

Ermäßigungen gibt es häufiger als gedacht, für Studierende, Senioren und Familien. Sie werden selten aktiv beworben und stehen meist im Kleingedruckten der Ticketseite. Weitere Beiträge aus Österreich gibt es unter https://znaki.fm/at-de/.

Bei ausverkauften Veranstaltungen lohnt der Blick auf offizielle Rückgabebörsen. Dort tauchen kurzfristig Karten zum Originalpreis auf.

Planung und Wetter

Bei Veranstaltungen im Freien ist Sonnenschutz ebenso wichtig. In den Bergen ist die Strahlung spürbar stärker als im Flachland.

Feste Schuhe sind auf Festwiesen sinnvoller als jede andere Vorbereitung. Der Untergrund wird nach einem Regenschauer schnell schwierig.

Von der Buschenschank bis zum Foodtruck

Kürbis, Apfel und Kastanie füllen die Herbstkalender. In der Steiermark kommt das Kürbiskernöl als eigenes Thema dazu. Eine laufend gepflegte Übersicht zu Konzerte und Festivals in Österreich hilft bei der weiteren Planung.

Bei Brauchtumsfesten ist das Essen oft der eigentliche Grund für den Besuch. Vieles davon wird nur einmal im Jahr und nur dort zubereitet.

  • Kleine Feste werden oft nur lokal angekündigt
  • Gemeindezeitungen und Aushänge sind dafür die beste Quelle
  • Viele Stadt- und Erntedankfeste kosten keinen Eintritt
  • Bargeld für kleinere Stände mitnehmen

Märkte abseits der Adventzeit

Der Brunnenmarkt in Wien-Ottakring zählt zu den größten Straßenmärkten Europas und läuft von Montag bis Samstag. Der Charakter unterscheidet sich stark vom touristisch geprägten Naschmarkt.

Auf Märkten ist Bargeld weiterhin die Regel. Kartenzahlung setzt sich nur langsam durch und ist bei kleineren Ständen selten möglich.

Wie barrierefrei die Termine sind

Viele Veranstalter bieten Begleitpersonen freien Eintritt an. Diese Regelung wird selten aktiv beworben und steht meist im Kleingedruckten.

Ein kurzer Anruf beim Veranstalter klärt in fünf Minuten mehr als jede Website. Die meisten reagieren darauf sehr entgegenkommend.

Oberösterreich verbindet Industriekultur mit Musik, das Ars Electronica Festival in Linz ist dafür das bekannteste Beispiel und findet im September statt.

Budget für Tickets, Anreise und Unterkunft

Pfand auf Becher und Geschirr ist bei Festivals inzwischen die Regel. Er ist kein Kostenfaktor, wenn man zurückgibt, summiert sich aber sonst.

Garderobegebühren fallen bei Bällen und Konzerten zusätzlich an und werden bei der Budgetplanung fast immer vergessen.

Die großen Sommerfestspiele

Die Bregenzer Festspiele sind vor allem für die Seebühne am Bodensee bekannt. Die Bühnenbilder dort sind aufwendig und werden über zwei Spielzeiten hinweg genutzt.

Einführungsvorträge vor den Vorstellungen sind bei mehreren Häusern kostenlos und helfen beim Einstieg, wenn man ein Stück nicht kennt.

Brauchtum, Almabtrieb und Erntedank

Kirtage sind Ortsfeste mit langer Geschichte und finden über das ganze Jahr verteilt statt, meist am Namenstag des Kirchenpatrons.

Erntedankfeste laufen im Herbst in praktisch jeder Gemeinde. Sie sind klein, kostenlos und geben einen ehrlicheren Eindruck vom Landleben als jede größere Veranstaltung.

Wie man den Überblick behält

Am meisten bringt die Kombination aus einem bekannten Termin und einem kleinen Fest in der Nähe. So sieht man beide Seiten des Landes.

Ein guter Veranstaltungstag hat meist einen Höhepunkt und viel Leerlauf drumherum. Genau dieser Leerlauf ist der Teil, den man später in Erinnerung behält.

Was den Sommer prägt

Kleinere Open Airs finden häufig auf Sportplätzen oder Festwiesen am Ortsrand statt. Der Aufwand ist geringer, die Stimmung dafür oft persönlicher als bei den großen Namen.

Ein Teil der Sommerveranstaltungen läuft bei jedem Wetter weiter. Wer sich darauf einstellt, verbringt auch einen verregneten Abend passabel.

Was mitgenommen werden darf

Große Taschen und Rucksäcke sind bei vielen Veranstaltungen in der Größe beschränkt. Die zulässigen Maße stehen in der Hausordnung auf der Veranstaltungsseite.

Glasflaschen sind bei Freiluftveranstaltungen praktisch überall untersagt. Eine wiederbefüllbare Flasche aus Kunststoff ist die praktikable Lösung.

Was Leser am häufigsten wissen wollen

Was ist ein Almabtrieb?

Die Rückkehr des Viehs von den Almen ins Tal im September und Oktober. Geschmückt wird nur, wenn die Almsaison ohne Unglück verlaufen ist.

Wann ist die dichteste Veranstaltungszeit?

Von Juli bis September. In diesen Monaten überschneiden sich Festspiele, Open Airs und die ersten Brauchtumstermine des Herbstes.

Lohnt sich die Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln?

In den Städten fast immer, weil Parkplätze knapp und an Veranstaltungstagen oft gesperrt sind. Bei Festivals im Umland fahren häufig eigene Shuttlebusse.

Die genannten Zeiträume geben den üblichen Jahresverlauf wieder. Einzelne Veranstaltungen können verschoben werden oder entfallen.